Sabine & Olaf go Down Under


15. Dezember 2008

Kosciuszko Nationalpark, Alpine Nationalpark, 11.12. – 13.12.

Kategorie: 03 Sydney -> Melbourne – Olaf – 23:29

Wir sind gerade in Melbourne und da kommt nun wieder mal ein Bericht. Wir laecheln nun auch schon viel mehr, das letzte Bild vom Blue Mountains Bericht war wirklich sehr grimmig. Aber es war das Einzige mit mir drauf, und ich will ja auch mal dabei sein! :-) Also, wieder viel Spass beim Lesen und wir sind gespannt auf Eure Kommentare!!

Am Donnerstag früh in Gundagai erwartet uns ein herrlicher Morgen! Wir sitzen beim Frühstück auf der Wiese und kommen kurz mit einem unserer Platznachbarn ins Gespräch. Und wieder mal ist es kein geborener Australier, sondern ein Engländer, der uns auf Grund unserer Campermarke „Britz“ erst auch nach GB verortet. Wahrscheinlich haben die wohl ihren Stammsitz auf der Insel, wir wissen es nicht. Aber im Gespräch fällt dann von ihm ein Satz, den wir nach unseren bisherigen Erlebnissen nur unterstreichen können: „The whole world meets in Australia.“ Stimmt.
Dann machen wir uns auf Richtung Süden, um heute die Snowy Mountains zu durchqueren. In Tumut müssen wir noch schnall tanken und was zu essen kaufen, dann geht es rein in die Berge.
Nach kurzer Fahrt liegt da rechts ab ein wunderschöner See. Also erstmal ran fahren. Beim näheren Hinsehen ist es ein Stausee, der, wie wir später erst erfahren werden, zu dem gigantischen „The Snowy Mountains Scheme“ gehört. Man sieht, dass der Wasserstand im Moment nicht sehr hoch ist.
Der Ort, das Licht und die Farben sind einfach fantastisch!
           
Wir schrauben uns weiter in die Berge hoch und erreichen eine Hochebene, die von den Farben, der Stille und Weite einen unwahrscheinlichen Reiz hat. Wir halten an und sitzen eine ganze Weile da und staunen und schauen. Und obwohl wir uns ja auf dem sogenannten „Snowy Mountains Highway“ befinden, kommen während dieser vielleicht halben Stunde gerade mal zwei weitere Autos vorbei. Hier könnte man den ganzen Tag bleiben, aber das wird uns sicher noch häufiger so gehen.

           
Ein Stück weiter biegen wir zum Mount Selwyn ab. Dort oben angekommen stehen wir in einem der Skigebiete Australiens, von denen wir noch andere zu sehen bekommen werden. Man denkt bei Australien nicht notgedrungen an Schnee, oder? Aber hier muss zur Winterszeit ganz schön Betrieb sein, wie der Riesenparkplatz (auf dem ich heute allein genug Platz zum Wenden habe ;-) ) und die vielen Lifte vermuten lassen.

Auf der weiteren Tour genießen wir immer mehr die Weite, die Farben, die Stille und die Einsamkeit in diesem großen Gebirge.
Was auch noch auffällt sind die vielen toten Bäume. Auf unserem gesamten Weg haben wir schon immer viele verbrannte Bäume gesehen, aber hier ist es noch auffälliger. Von der gesamten Nationalparkfläche von 690.000 ha sind 2002 321.000 ha Buschbränden zum Opfer gefallen. Die südliche Parkhälfte war zu 90 % verbrannt. Das kann man immer noch erahnen.

   
Wir kommen noch am riesigen Lake Eucombene (auch ein Stausee) vorbei, bevor wir uns am heutigen Tag nach reichlich 300 km in Jindabyne eine Bleibe suchen. Schade. Gerade haben wir mal einen Platz direkt an einem See (Lake Jindabyne) gefunden, da fängt es doch am Abend gleich an zu regnen. Also nix mit schön draußen sitzen und vielleicht auch noch baden. :-(
Am Freitagmorgen sieht es wettermäßig nicht viel besser aus, eher schlechter. Wir frühstücken im Bus und packen zusammen. Heute wollen wir eigentlich den Mount Kosciuszko erwandern. Dazu wäre es am Besten, von Thredbo aus eine ca. 18 km langen Track hochzulaufen. Aber auf Grund des Wetters fahren wir erstmal Richtung Charlotte Pass hoch. Wir lassen uns von diesem S…..wetter nicht den Tag verderben.

               

Bei der Einfahrt in den Nationalpark müssen wir ein paar Dollar löhnen. Dafür kann uns die nette Frau doch aber gleich mal mit der wheather forecast vertraut machen. Und die lautet: Regen, Regen und am Nachmittag? Noch mehr Regen. :-( Naja, weiter geht es die Höhe hinauf, Sabine liebt inzwischen die australischen Serpentinenstrecken außerordentlich. ;-)
Und im Winter scheint es hier auch mächtig Schnee zu geben.

       

Oben angekommen kann man den höchsten Berg Australiens nur erahnen. Der Rest ist in den Wolken verschwunden. Wir hatten auf der Fahrt von Leipzig nach Frankfurt übrigens von unseren Mitreisenden erfahren, dass die Australier ihren höchsten Berg immer falsch aussprechen und auch irrtümlicherweise denken, der Name käme von den Aboriginies. Sie sagen Mount Ko-si-jos-kou zu ihm. In Wirklichkeit ist es aber ein polnischer Name und wird Kosch-tschusch-ko gesprochen. Tadeusz Kosciuszko war ein in Polen sehr bekannter Freiheitskämpfer des 19. Jhd. Nach ihm hat ein anderer Pole den Berg benannt, der aus Polen nach Australien emigrierte und den Berg erstmals bestiegen hatte. Da werde ich doch unsere australische Verwandtschaft mal auf die Probe stellen, mal sehen, ob sie das wissen.

           

Aber es ist dermaßen ungemütlich da oben, dass uns nix mehr hält. Wir fahren wieder zurück und wagen noch den Versuch nach Thredbo. Aber auch dort ist das Wetter trostlos.

Was also tun? Die Vorhersage sieht für die nächsten Tage ähnlich aus, also werden wir uns die Besteigung leider verkneifen müssen. Und wir sind auch nicht so ausgerüstet, um hier die Berghelden in Wolken und Nebel zu spielen, dass hatten wir von Australien in dieser Jahreszeit auch so nicht erwartet. Wir beschließen weiterzufahren und wenn wir es schaffen, bis Bright vorzudringen. Nun steht die Frage: Zurück oder über die Berge? Hier stand gerade ein Schild: „Road behind Thredbo unsuitable for Trucks, Busses and Caravans!“ Betrifft das auch uns mit unserem Bulli? Wir versuchen es einfach mal, denn sonst wären es ein paar 100 km mehr. Das nächste Schild verheißt eine nette Fahrt: Serpentinen und starkes Gefälle die nächsten 80 km bis Khancoben, Fahrzeit ca. 2 Stunden. Na prima! Und so geht es dann los, Serpentinen, Kurven und Kehren, die nicht enden wollen. Und Wolken und Regen. Irgendwann kommen von hinten drei Jeeps mit je einem Boot auf einem Hänger hintendran langsam aufgeschlossen, so sind wir wenigstens nicht ganz allein hier. Und wenn die sich mit ihren Trailern die Strecke zutrauen, kommen wir sicher auch gut durch. Wir kurven so ca. 60 km im Konvoi durch die Berge, bis ein Hinweisschild auf einen Rastplatz an der Powerstation Murray 1 kommt. Ich halte an, die drei ziehen vorbei und grüßen freundlich. Das Kraftwerk wirkt imposant und gehört auch zum „The Snowy Mountains Scheme“. Das ist ein riesen System aus 16 Staudämmen, sieben Wasserkraftwerken, 145 km Wassertunnel und 80 km Aquädukten, welches gigantische 4500 Gigawattstunden erneuerbare Energie pro Jahr erzeugt. Laut einer Tafel ist dieses System offiziell als eines der 7 Wunder der Ingenieurkunst der neueren Zeit anerkannt. Wir wussten gar nicht, dass es diese 7 Wunder gibt. Welches die weitern 6 sind, verschweigt uns die Tafel leider, und mal schnell im Netz schauen geht hier ja nicht. :-D

Nun geht es weiter die letzten km bergab. Hinter Khancoban überqueren wir mit dem Murray, der hier noch ein ziemlich kleiner Fluss ist, auch die Grenze von New South Wales nach Victoria. Der Rest der heutigen Tour führt uns noch über den Murray Valley Highway nach Tallangatta. Dort fassen wir noch mal Diesel und fahren dann über den Kiewa Valley Highway bis Mt Beauty und von dort nochmal 30 km Serpentinenstrecke bis Bright. Das alles im Regen. Nach den heutigen reichlich 400 km reicht es mir wirklich erstmal mit der Kurbelei am Lenker. Wir finden einen idyllischen Campground direkt am Ovens River, können aber auf Grund des Wetters auch diesen schönen Platz nicht so ganz genießen.

   

Mit unseren Nachbarn kommen wir noch nett ins Gespräch. Ein älteres Ehepaar, die südlich von Brisbane an der Gold Coast zu Hause sind. Sie reisen fast das ganze Jahr über durch die Gegend. Und siehe da, sie waren auch schon zweimal in Deutschland, haben Bekannte in Nordhausen und lieben den „lovely steam train to the top of Mount Brocken“ :-)
Wir berichten etwas über unsere bisherige Tour und geben auch unserer Verwunderung über die vielen australischen Skigebiete Ausdruck. Da haben die Beiden einen schönen Vergleich parat: Die Fläche der gesamten Schneefelder im richtigen Winter ist in Australien größer, als die Fläche der gesamten Schweiz. :-o Auch das wussten wir so noch nicht und denken, dass es eigentlich nicht so in das europäische Australienklischee passt.
Der nächste Morgen verheißt wettermäßig wieder nichts Gutes. Monica und Merv hatten uns diesen Platz hier empfohlen um eine schöne Wanderung zum Mount Feather Top zu machen. Aber nicht bei dem Wetter! Ich beschwere mich per SMS bei Fred in Adelaide, der aber zurück schreibt: Für uns tue es ihm leid, aber die Australier lieben den Regen bei der sonstigen Wasserknappheit! Na toll! Bevor wir los fahren, schenken uns unsere Nachbarn noch ein Viertel ihres gerade gebackenen Schokokuchens, danke, lecker!!
Wir schlendern kurz durch Bright, aber der Ort ist wie die meisten kleineren Städte unterwegs: Eine Kreuzung und darum alles was man so braucht: Tanke, Supermarkt, Café, Werkstatt, Infopoint und noch etwas mehr.

Wir beschließen das Kapitel Berge abzuhaken und Richtung Süden aufzubrechen. Wir nehmen die Great Alpine Road, die uns nach ca. 20 km mit dem Hinweis begrüßt: Serpentinen und Steigung auf den nächsten 30 km. Und los geht’s. Aber nach zwei Dritteln geht es dann wirklich richtig los: Sabine, wo gehst du hin? Bitte nicht komplett in den Wolken verschwinden, ja?

       

On Top bei den Mount Hothham Heights wird es dann wirklich richtig ungemütlich: Wolken, Sturm der das Auto wackeln lässt, und Regen. Bitte jetzt nicht liegen bleiben!

real australian weather

Aber dann ist es geschafft, es geht bergab und bald begrüßt uns eine Landschaft, an der wir erkennen können, woher diese australischen Alpen ihren Namen haben.

           

In Omeo machen wir in dem einzigen Café am Ort einen Lunchbreak und kommen an einem netten kleinen Kriegerdenkmal (zur Erinnerung an die Opfer von World War II und Koreakrieg) vorbei.

   

Wir fahren weiter über Brainsdale nach Sale und erkundigen uns nach einem netten Stellplatz, vielleicht direkt am Meer? Ja klar, es gebe diverse kostenlose Plätze am Ninety Mile Beach kurz hinter Seaspray. Das ist doch mal was Neues, ohne Platzgebühr und Strom, da fahren wir hin! Wir quetschen unseren Camper kurz hinter der Düne in eine Lücke (wobei ich noch einen Baum touchiere) und klettern erstmal über die Düne. Wow!! Wir haben von den neunzig Meilen Strand hier soweit man nach links und rechts sehen kann sicher mindestens 5 Meilen für uns alleine!

               

Aber es stürmt hier dermaßen und es fängt auch schon wieder an zu regnen, so dass wir uns in unserem Bus verkriechen. Sabine liest noch etwas und ich schreibe diesen Text für den Blog, dann ist es bald dunkel und Zeit zum Schlafen. Heute haben wir ca. 350 km zurückgelegt.

12. Dezember 2008

Blue Mountains

Kategorie: 03 Sydney -> Melbourne – Olaf – 11:22

Bevor jetzt der Blue-Mountains-Bericht kommt allen Schreibern vielen Dank für Eure Kommentare! Wir lesen das gern und freuen uns über jeden, der da was schreibt. Also immer weiter so!
Und Ihr seid Eurer Zeit alle immer etwas voraus, denn wir sind ja hier schon mit allem 10 Stunden eher dran.

Blue Mountains, 08.-10.12.
Montag früh ist es nun an der Zeit, Sydney zu verlassen. Wir checken aus dem Hotel aus und ich frage den Typen an der Rezeption, ob er uns ein Taxi ruft. Heute scheint mein Charme nicht zu wirken denn er meint, wir sollten uns lieber eins vor dem Hotel heranwinken. Hmmmmm, warum denn das? Ach, ich vergaß bisher zu erwähnen, dass wir in Sydney in der angesagtesten Gay-Ecke gewohnt haben und auch unser Hotel (nebst Personal) in der Szene tief verwurzelt scheint. Jedenfalls hatte ich bisher immer gute Karten, wurde sehr zuvorkommend behandelt und Sabine wollte mich immer sehr ungern allein dort umherziehen lassen…. ;-) Aber der Typ wollte mir jetzt gerade nix Böses sondern uns sicher nur die Anfahrtskosten des Taxis ersparen.
Jedenfalls kam nach kurzer Zeit Daumen raus auch gleich ein Gefährt. Der Fahrer will gern mit uns ein Gespräch anfangen, aber das ist leider nicht möglich, no way! Er spricht so einen Kauderwelsch von Akzent, dass es mir so geht wie in Deutschland im tiefsten Bayern oder mit Schweizern; ich verstehe kein Wort! Das was ich ihm sage passt wahrscheinlich nicht wirklich zu seinen Fragen. Nach einer Weile merkt er es und läst uns in Ruhe. Seinen klapprigen Ford Falcon hat er trotz fehlendem linken Arm im Griff und kennt sich in der Stadt gut aus, so dass wir flott bei der Vermietstation von Britz/Maui ankommen.
Jetzt gibt es also erstmals einen Camper für uns, na schauen wir mal. Ich sage der freundlichen Dame von der Vermietstation, dass sie uns alles genau erklären möge, da es, wie schon erwähnt, unsere erste Begegnung mit so einem Gefährt ist. Dafür sind sie dort aber gut gerüstet und wir bekommen einen tragbaren DVD-Player mit kompletter Bedienungsanleitung in die Hand gedrückt und sollen uns das mal anschauen. Danach sind kaum noch Fragen offen, wir klären alle Formalitäten, und dann soll es losgehen.
Naja, ganz so ohne ist es nun aber doch nicht, sich mit so einem Bus mit Rechtslenker und im Linksverkehr sofort in das Verkehrsgewühl einer Stadt wie Sydney zu stürzen. Aber was bleibt uns weiter übrig? Also runter vom Hof, links abbiegen und erstmal mitschwimmen. Der VW LT ist nicht mehr ganz neu, hat schon knapp 200.000 km weg und klappert ganz ordentlich. Aber er tut’s. Zum Glück haben wir von der Vermietstation eine Wegbeschreibung Richtung Blue Mountains bekommen, so dass mich Sabine erstmal gut durch den Großstadtverkehr lotsen kann. In Höhe des Olympiaparks (hallo Catherine!! ;-) ) verpasse ich dann aber doch die Auffahrt auf den Great Western Highway, Mist! Aber siehe da, es hat auch sein Gutes. Denn da kreuzt noch ein Shopping Center mit einem Coles unseren Weg und wir müssen ja noch was einkaufen.
Also schnell in die Einfahrt zur Tiefgarage rein doch halt! Da war doch was mit der Höhe vom Auto???? Stimmt, steht groß vor mir in rot innen an der Windschutzscheibe, Höhe 2,8 m, und die Einfahrt hat nur 2,2 m. :-( Also schnell rechts weg und den Weg durch die Ladezone genommen. Man schaut uns dort mit unserem Camper komisch an….. Nach einer Extrarunde um das Center der zweite Versuch. Nun die Rampe zum Parkdeck hoch bis da wieder so eine Tafel auftaucht mit Einfahrthöhe 2,2 m……. Diesmal grüßt man uns schon beim Weg durch die Ladezone…… Einen dritten Versuch mache ich nicht, wir parken irgendwo draußen. Im Center gehen wir erstmal frühstücken.
Danach wird Proviant für die nächsten Tage gefasst. Als wir mit dem Einkaufswagen vorm Camper stehen stellt sich die Frage, wohin mit dem ganzen Zeug? Irgendwie bringen wir es dann alles unter und der Kühlschrank wird dabei auch gleich in Gang gesetzt. So, und jetzt los in die Berge.
Der Kühlschrank macht aber gleich Sperenzien. Die Türsicherung ist so ausgeleiert, dass sich in den Kurven die Tür dauernd öffnet und den Kühlschrankinhalt in den Camper entlässt. Sabine ist verbotenerweise während der Fahrt immer mal auf dem Weg nach hinten, um da wieder Ordnung zu schaffen. So geht das nicht, also erstmal links ran, einen  Koffer vor die Kühlschranktür geklemmt und dann ist vorerst Ruhe.
Auf unserem Weg wird das Wetter immer schlechter und es beginnt bald heftig zu regnen. Der Bus quält sich die Berge hoch und es schüttet teilweise ganz ordentlich. Ist hier jetzt nicht eigentlich richtig Sommer und man leidet immer unter Wasserknappheit? Wir fahren bis Katoomba, was das touristische Zentrum der Blue Mountains ist. Dort gibt es auch die berühmte Felsformation der Three Sisters zu sehen. Am Echo Point angekommen regnet es gerade mal kurz etwas weniger, und so können wir schnell einen Blick auf die drei Damen werfen. Sabine hat berechtigterweise Einwände, dass die Sisters nur zu dritt sind.  :-)

   

Der Regen treibt uns gleich wieder in den dortigen Info Point. Als Erstes erkundige ich mich nach der wheather forecast, und die besagt für heute: rain and thunderstorm. Gut, das stimmt ja mit dem überein, was wir bisher gesehen haben. Aber morgen soll es schöner werden. Ich frage noch nach dem Campervan Park, aber der ist ausgebucht. :-( Aber der Mann ist sehr nett und ruft für uns in Blackheath an, etwa 20 km weiter nördlich. Und dort ist was frei und wir fahren hin. Uns empfängt ein idyllischer Campground mit einer netten schwatzhaften älteren Dame als Bewirtschafterin, und wir mieten uns ein. Auf Platz 21 müssen wir nun erstmal das Auto verkabeln, hat man ja noch nie gemacht. Mit dem Strom klappt es nicht so recht, aber die Steckdose am Bus macht mit ihren verkohlten Kontakten auch einen Eindruck, als wäre sie schon des Öfteren etwas überlastet gewesen. Dank Leatherman wird das aber schnell erledigt, Kontakte geputzt, und der Strom kann fließen.
Jetzt noch eine Entenfamilie verjagt und unser lauschiges Picknick kann beginnen. Es ist aber mehr als ungemütlich, und als dann noch tief hängende Regenwolken über den Campground ziehen, verziehen wir uns in die Koje; Gute Nacht!

               

Der nächste Morgen ist herrlich. Sonnenschein und blauer Himmel, soweit das Auge reicht! Wir machen uns draußen ein schönes Frühstück, worauf so manches Federvieh nur gewartet zu haben scheint.

                

Wir entschließen uns hier zu bleiben und eine Wanderung zu machen, da wir die hochtouristischen Regionen ja sowieso eher meiden wollen. Unsere Campground-Mutter empfiehlt uns den Popes Glen Track zu erwandern und wir machen uns los. Hier in der Gegend haben vor 2 Jahren extreme Buschbrände gewütet und diese sind auch bis direkt an den Campground gekommen. Daher ist das Gebiet entlang des Tracks eine recreation area, und man sieht es der Natur auch an. Viele Stämme der Bäume sind entweder kahl oder noch tief geschwärzt, aber überall grünt und blüht es trotzdem unwahrscheinlich. Erstaunlich, wie sich die Natur aus sich heraus regeneriert, sie braucht uns dazu wahrlich nicht!

                                   

Wir wandern so ca. 1,5 Stunden, genießen die Natur und kommen unterwegs an unglaublich idyllischen Bachläufen vorbei.

   

Dann öffnet sich der Wald und gibt uns den Blick auf das Grose Valley frei, unglaublich schön!! Wir schauen und schauen und ja, die Mountains sind wirklich Blue.

                       

Wir lassen uns viel Zeit und gehen noch weiter in Richtung des einen Wasserfalls, des Govett Leap. Der stürzt kurz nach dem Punkt, an dem Sabine ihre Beine in dem Bach baumeln lässt, ca. 200 Meter in die Tiefe. Eine unglaubliche Szenerie, und wir sind fast allein dort.

       

Fast, denn wir treffen auf drei Leute, die gerade versuchen, sich mit Hilfe eines kleinen Stativs alle Mann vor dem Wasserfall selbst zu fotografieren. Ich frage, ob ich das nicht vielleicht besser tun soll, aber sie sind schon fertig und lehnen ab. Jetzt unterhalten sie sich französisch, und da muss ich doch einfach mal fragen, ob wir denn nun hier ein european meeting machen? Und es stellt sich heraus, dass die jüngere der beiden Frauen aus Frankreich kommt, seit 3 Jahren hier lebt und gerade ihre Eltern zu Besuch hat. Wir schwatzen noch ein wenig, dann zieht jeder weiter seines Weges. Für uns heißt das, erstmal etwas zu essen aus dem Rucksack holen.

       

Am Nachmittag machen wir uns dann auf den Rückweg, tief beeindruckt von dieser grandiosen Natur. Auch diverse Pflanzen haben wir unterwegs gesehen, und natürlich die allgegenwärtigen Echsen.

                

Am Abend drehen wir noch eine Runde durch Blackheat. Der Ort hat aber nicht viel zu bieten. Eine Kreuzung, rechts davon ein paar Läden, ein Hotel und eine Tankstelle, links davon ein Burgerladen, eine Autowerkstatt und noch eine Tanke. Also zurück zum Campground und noch etwas in die Tasten gehauen.

Für den Mittwoch haben wir mehr oder weniger einen Reisetag eingeplant. Wir müssen ja nun schauen, dass wir mal weiter Richtung Melbourne kommen. Dort werden wir immerhin am 15.12. erwartet, und das ist eine Strecke Wegs, auf der wir noch viel sehen wollen! Also packen wir nach einem ausgiebigen Frühstück, zusammen mit unseren gefiederten Gästen, beizeiten unseren Bus zusammen, holen uns bei unsrer Campground-Mutter unseren Schlüssel deposit zurück und lassen uns noch ordentlich Streckenhinweise geben.

   

Im Ort gibt es doch noch ein Café mit freiem WLAN-access, und so können wir schnell noch bei einem Kaffee die Sydneyberichte in den Blog laden.
Wir fahren erst nördlich nach Hartley, um dann noch einen kurzen Abstecher zu den Jenolan Caves zu machen. Die Straße dorthin ist eine ziemliche Serpentinengurkerei, die man teilweise nur im 2. Gang fahren kann. Der Bus quält sich durchs Gebirge.
Die Höhlen sollen die größten und ältesten Kalksteinhöhlen der Welt sein. Wir nehmen an einer guided tour teil, da man allein nicht viel erlaufen darf. Der guide ist ein lustiger Bursche und so wird die reichliche Stunde in der kalten Höhle zusammen mit einer international bunt gemixten Truppe (Australier, Koreaner, Chinesen, Russen) recht kurzweilig. Als der guide dann mit Hilfe eines Gruppenspielchens noch das Alter der Höhle von 430 Mio Jahren demonstrieren will, gebe ich als volunteer noch mal schnell den Dinosaurier.

                   

So, jetzt gilt es aber etwas Strecke machen. Wir fahren über Oberon, Black Springs, Porters Retreat, und Taralga bis Goulburn. Das nimmt reichlich 2 Stunden in Anspruch, da die Route teilweise unsealed ist, also nicht asphaltiert. Über Goulburn hatte uns unsere Campground-Mutter erzählt, das dies die erste australische Inlandsiedlung ist. Als die Siedler Sydney gegründet hatten, bei Parramtta ihre Farmen aufgeschlagen, und dann doch noch mehr Land benötigten, erkundeten sie das Inland und ließen sich erstmals hier nieder und gründeten den Ort. Alt ist aber schon ein relativer Begriff, denn alles, was hier älter als 150 Jahre ist, gilt als steinalt.
Wir fahren jedoch weiter und nehmen nun den Hume Highway nach Westen. Wir schaffen heute insgesamt ca. 350 km bis Gundagai, denn wir dürfen laut den Vermietbedingungen nicht im Dunkeln fahren, da gibt es keine Versicherung. Auf Nebenstraßen soll man auch möglichst schon am Nachmittag gut aufpassen, da die Kangaroos und Wombats dann unvermittelt die Straße kreuzen können und das wird dann fatal. Wir haben auf dem Weg von Oberon nach Goulburn auch schon viele tote Roos und Wombats am Straßenrand liegen sehen.
In Gundagai suchen wir uns einen Caravan Park und machen uns noch einen netten “Italienischen Abend”, bevor ich mich mit der Route für den nächsten Tag beschäftige.

   

10. Dezember 2008

Sydney 3

Kategorie: 02 Machern -> Sydney – Olaf – 00:16

Sonntag 09.12.
Heute früh schreibe ich erstmal den ersten Text für den Blog hier und stelle ihn ins Netz. Hier im Hotel gibt es ein WLAN, wer weiß, wann ich mal wieder so unkompliziert ins Netz komme.

Danach soll es eine Unternehmung mit nicht so viel Lauferei wie gestern geben, da Sabine von diesem Ausflug ein paar Blasen an den Füßen davongetragen hat. Wir entscheiden uns für den Royal Botanic Garden und machen uns auf den Weg. Unterwegs schauen wir nochmal bei St. Marys Cathedral rein. Da dort aber gerade die sonntägliche Messe abgehalten wird, möchten wir Ungläubigen da nicht stören. ;-)

Der Botanic Garden ist sehr groß und zeigt unwahrscheinlich viele uns unbekannte Pflanzen. Auch ein paar Botschaften werden sehr direkt, jedoch immerhin floral, an den Mann gebracht. Später lesen wir, dass es sich um den Titel der Orchideenausstellung in der Pyramide dahinter handelt.

           

Ein großes Problem und eine ziemliche Bedrohung für viele ältere Bäume und Pflanzen des Garten stellt die Invasion einer riesigen Anzahl von Flugfüchsen, Flying Foxes, dar. Dabei handelt es sich um eine recht große Fledermausabart, die die Baumkronen ganzer Areale des Gartens bevölkert. Obwohl in dem Garten alles unter Naturschutz steht, will man die Füchse nun doch, wenn auch möglichst ohne alle abzuschießen, loswerden. Es steht einfach der Bestand ganzer Arten auf dem Spiel. Uns wundert es jedoch ziemlich, dass diese Tiere sich nicht auch in anderen Parks und Gärten der Stadt ausbreiten. Der Hyde Park ist zum Beispiel nur ein paar hundert Meter entfernt und wird von den Viechern trotzdem gemieden.

       

Zum Abschied aus dem Park gibt es ein schönes Panorama auf Stadt, Hafenseite und Oper zu sehen, was ich mal fix aus ein paar Einzelbildern laienhaft zusammengeschraubt habe.

Jetzt geht es noch mal zurück ins Quartier, denn wir müssen uns noch für unseren Opernbesuch heute Abend stattfein machen. ;-)
Vielleicht nervt es ja manche gewaltig, dass hier immer wieder von dieser Oper zu lesen und zu sehen ist, aber dieses Gebäude bestimmt die Stadt so sehr und ist von so vielen Stellen aus zu sehen, dass man einfach nicht dran vorbeikommt. Und die Architektur ist ja auch einzigartig. Im Foyer im Inneren ist schon mächtig Trubel, und mit einem Getränk bewaffnet schlendern wir deshalb noch etwas außen über die Terrassen. Dabei hat man immer wieder einen super Blick auf Wasser sowie die verschieden großen Segel, Fischkörper, Zelte oder was auch immer des Hauses. Aber jetzt müssen wir langsam mal rein, gleich soll es ja einen Messiah von Händel geben.

                    

Das Sydney Symphony Orchester unter Lothar Zagrosek spielt richtig flott und lebhaft, es macht Spaß zuzuhören. Der Chor ist ziemlich groß besetzt. Ich hab mal überschlagen, das müssen so mindestens 380 :-O Sänger ( und -innen  ;-) ) sein.
Wer mit unserer deutschen Konzerterfahrung hier hineingerät, ist jedoch über einige Dinge recht verwundert. Und das betrifft in erster Linie den gesamten Ablauf so eines Konzerts. Als wir ca. 10 min vor Konzertbeginn in den Saal kommen, herrscht darin ein unheimlicher Lärm. Der Australier an sich ist ein recht offener, lustiger und auch lauter Zeitgenosse, und das setzt sich auch hier fort. Keine biedere Andacht, sondern lautes Palavern von ca. 1.500 Konzertbesuchern, die nach und nach ihre Plätze suchen. Und auf der Bühne kommen so langsam die ersten Musiker an, auch der Chor kleckert einzeln, so wie es jedem passt, auf die 6 verschiedenen Choremporen. Die Musiker schwatzen noch und spielen sich ein bisschen ein. Irgendwann sind dann endlich alle auf der Bühne eingetrudelt und man beginnt zu stimmen. Das ist aber für das Publikum bei Weitem noch kein Grund, den Geräuschpegel zu dämpfen. Erst als nach dem Stimmen und ca. 10 min nach angekündigtem Konzertbeginn der Dirigent und die 4 Solisten gemeinsam die Bühne betreten, geht das Gelärme ohne Unterbrechung in Beifall über, nach dem das Konzert dann beginnt. Jedoch muss nach ca. 5 min nach dem 2. Satz noch einmal eine Pause eingelegt werden, da ca. 50 Nachzügler des Publikums in den Saal gelassen werden, die nun ihre Plätze suchen. Erst danach geht es ruhig weiter bis zur Pause. Hier klatscht das Publikum kurz und heftig und strömt danach wieder sehr lautstark aus dem Saal.
Das Orchester ist übrigens vom Altersdurchschnitt sehr jung und sehr feminin. Bei den drei Bässen stellen die Frauen 66,66 %, was in den anderen Instrumenten ähnlich ist.
In der Pause hat man wieder einen schönen Blick auf die Hafenseite.
Nach der Pause vollzieht sich eine ähnliche Prozedur wie am Anfang, bevor es weitergeht. Und dann erleiden wir beim Hallelujah einen Schreck: Das gesamte Publikum (wir nach kurzer Irritation inbegriffen) steht mit einem Schlag auf und nimmt das gesamte Hallelujah im Stehen entgegen. Danach gibt es einen kurzen und heftigen Applaus, man setzt sich wieder, und das Werk geht bis zum Amen am Ende normal weiter. Was war denn das? Oder haben nur wir keine Ahnung?
Insgesamt war ein sehr schönes Konzert, mit für uns nur einem Makel (jetzt kommt der Part für die Kollegen vom MPK ;-) ). Leider setzt sich die großartige Architektur des Hauses nicht in der Akustik im Inneren fort. Dem Klang fehlt irgendwie Brillanz, der Nachhall ist recht kurz und endet auch sehr abrupt, es fehlen Höhen, und insgesamt kommt die Musik nicht so richtig von der Bühne herunter: Das ist schade, das Gewandhaus in Leipzig kling da wirklich viel besser (auch ohne 960er oder DRE). Und wie die Frage: “Robert, was stellen wir denn heute mal ans Holz?” hier beantwortet wird, kann ich auch nicht sagen. Es wurde anscheinend nix mitgeschnitten.

      

Nach dem Konzert nehmen wir bei einem Italiener am Hafen Abschied von dieser Stadt, die uns ganz großartig gefallen hat. Eine 4 Millionenmetropole, die aber irgendwie keinerlei Stress und Hektik ausgestrahlt hat. Deren Menschen sehr offen, nett und kontaktfreudig sind. Hier lässt es sich sicher sehr gut leben!

   

9. Dezember 2008

Sydney 2

Kategorie: 02 Machern -> Sydney – Olaf – 23:47

So, heute am Mittwoch früh haben wir in den Blue Mountains mal wieder I-Net. Aber jetzt kommt erst nochmal was über Sydney.

 

Sonnabend 08.12.
Der Jetlag lässt einen noch nicht so richtig schlafen, was aber nicht so schlecht ist, denn so hat man mehr vom Tag :-)
Und dieser Tag bringt sehr schönes Wetter. Uns Beiden war schon beim Lesen des Lonely Planets eine Tour ins Auge gefallen, bei der man so ziemlich viel miteinander verbinden kann: Großstadt, Strand und Natur. Diese Route nennt sich Manly Scenic Walkway und beginnt, man glaubt es ja kaum, in Manly. Das ist ein Stadtteil nördlich des Zentrums, den man per Fähre erreichen kann und der neben Bondi einen der schönsten Stadtstrände haben soll. Also denn mal los zum Circular Quay und nach der Fähre geschaut.
Der Blick von der Fähre auf die Stadt ist herrlich, man fährt um die Oper herum, die ja nun wirklich an prädestiniertester Stelle steht.

          

Nach einer reichlichen halben Stunde in Manly angekommen, strömt der ganze Inhalt der Fähre sofort durch einen Boulevard auf den Strand zu. Und wir natürlich mit. Inzwischen ist es wirklich so warm geworden (schätze mal 32°C), dass es ein Badetag werden könnte. Aber Erstens wollen wir uns nicht gleich als winterliche Bleichgesichter der südlichen Sonne preisgeben und Zweitens werden sich uns zum Baden in den nächsten Wochen noch andere Möglichkeiten bieten, da müssen wir das nicht in Sydney tun. Also nach kurzem Fußbad die Wasserflaschen aufgefüllt und den Anfang das Walkway gesucht.

Apropos Wasserflaschen: Wir finden es Klasse, dass direkt auf dem Boulevard (und später auch unterwegs) mehrere Wasserhähne sind und man an diesen Punkten aufgefordert wird, um einerseits immer genug zu trinken zu haben und um andererseits auch Müll zu vermeiden, seine Wasserflaschen dort immer wieder zu füllen. Und das auch direkt vor Gaststätten bzw. auch Kiosken, die Getränke verkaufen. :-O Wäre, glauben wir, in D sicher per Erlass verboten. ;-)
Doch jetzt machen wir uns auf den Weg, der 10 km lang sein soll und neben verschiedenen Stränden und Stadtrandgebieten herrliche Ausblicke auf die Hafeneinfahrt von hohen Klippen bieten soll. Laut einer Tafel dauert es ca. 4,5 Stunden. 4,5 Stunden für 10 km? Ist das nicht etwas reichlich bemessen? Na mal schauen.
Der Anfang geht auf ebenen Wegen an der Küste entlang und wir haben nach einer 3/4 Stunde das erste Drittel erlaufen und schöne Buchten und Strände passiert. Da gönnen wir uns doch erstmal ein Picknick, da wir auch schon etwas ins Schwitzen gekommen sind.

   

Nach einer Weile wird die ganze Sache dann aber langsam doch etwas steiler, denn für die versprochenen schönen Ausblicke muss es ja nun mal nach oben gehen. Und das geht es nun immer mehr. Und meeeeehhhhhr. Und immer meeeehhhhhr………  Und es ist heiß……..  Und die Wasserflaschen sind mal wieder alle…… ;-(
Nach ein paar Pausen sind wir dann aber doch oben angekommen und dieser Ausblick ist wirklich toll. Was noch auffällt ist, dass wahrscheinlich jeder in Sydney irgendein Boot besitzt und am Sonnabend raus aufs Wasser muss. Wie die Fähre da ihren Weg findet, verwundert. Aber sie schafft es.

           

Der Weg geht nun durch ziemlich dichtes Buschwerk weiter, was man so in Stadtnähe nicht vermuten würde. Unterwegs werden wir auf Felszeichnungen der Aboriginies hingewiesen, die jedoch teilweise schwer zu erkennen sind. Andere sind ganz offensichtlich nachgemalt bzw. nachgeritzt worden. Ob das alles echt ist, fragen wir uns?
Und dann begegnen uns auch noch die ersten wilden australischen Tiere. :-O Aber erschrocken waren wir zuerst schon. Nachdem die dann aber immer häufiger auftauchten, haben wir dann mit zählen und fotografieren aufgehört. Auch wir schienen sie nicht so sehr zu beeindrucken, denn irgendwelche Fluchtreflexe konnten wir kaum feststellen (zumindest nicht bei den Tieren ;-)  ).

       

Gegen Ende des Tracks wurde dann die Beschilderung etwas dürftiger, und so kam man mal wieder mit Mitwanderern ins Gespräch, um zusammen den richtigen weiteren Weg zu diskutieren. In unserem Fall war das eine Dreiertruppe, mit denen wir dann eine Weile zusammen liefen. Es stellte sich heraus, dass er eigentlich aus der Schweiz kam, aber schon etliche Jahre in Australien lebt und arbeitet. Und das für eine große deutsche Firma. Und wieder ist die Welt auf einmal wieder recht klein…….
Am Ende des Tracks sind dann halt doch 4 Stunden rum und es geht noch über eine Brücke, auf deren anderer Seite eine Bushaltestelle ist. Wir müssen auch nicht sehr lange warten bis der Bus uns wieder downtown mitnimmt, und das Ganze dann auch noch zur Krönung über die Harbour Bridge. Beim Austeigen merken wir auf einmal aber ganz doll unsere Beine, die Hitze, und das Großstadtgedränge. Also schnell rein in den uns nun schon bekannten 380er Bus, der in Richtung unseres Domizils in Paddington fährt. Heute treibt es uns nur noch einmal kurz zur Pizzeria ums Eck und dann ist der Tag gelaufen.